Ein langgehegter Wunsch geht in Erfüllung

09. Dez 2020

Handball: Drei Neuzugänge begrüßten die Pfalzliga-Damen der HR Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim vor Saisonbeginn in ihren Reihen. Aufgrund des aktuellen coronabedingten Sportverbots waren die Neuzugänge bis auf wenige Trainingseinheiten und -spiele kaum mit ihrer jetzigen Mannschaft zusammen.

Rheinpfalz vom 09.12.2020
Rheinpfalz vom 09.12.2020
Rheinpfalz vom 09.12.2020

Kein Neuzugang im herkömmlichen Sinne bedeutet Maren Ebel , verbrachte sie doch ihre komplette sportliche Laufbahn im Trikot der Nordpfälzer Wölfinnen. Die vergangenen Jahre war sie bei der zweiten Mannschaft in der A-Klasse aktiv und half da bereits regelmäßig in der Pfalzliga aus. „Mein großer Wunsch war es schon immer, mit meiner Schwester Johanna in einer Mannschaft zu spielen“, nennt die Rückraumspielerin die Gründe für den Wechsel innerhalb des Vereins. Johanna Ebel kam nach einigen Jahren in der Oberliga bei der TSG Friesenheim in der abgelaufenen Spielzeit wieder zu ihrem Heimatverein zurück, wo auch die gemeinsamen Brüder Lukas und Georg lange Zeit spielten. „Dass Maren absolut das Zeug dazu hat, sich in der Pfalzliga zu etablieren, hat sie schon des Öfteren gezeigt, als sie uns ausgeholfen hat. Sie war auch in der Vorbereitung wieder auf einem guten Weg“, lobt Trainerin Sina Graf den „halben“ Neuzugang. Für Ebel selbst kommt die Pause gar nicht so ungelegen – zumindest aus beruflicher Sicht. „Ich habe gerade meine Ausbildung zur Rettungssanitäterin bestanden, und meine Arbeitszeiten überschneiden sich häufig mit den Trainingszeiten. Trotzdem ist es natürlich sehr schade, dass wir im Moment wieder nicht trainieren können“, so Ebel, die sich aber freut, dass das Trainerteam ein Onlinetraining anbietet: „So kommen wir nicht ganz aus der Form, und gleichzeitig halten wir so den Kontakt zu den Mitspielerinnen.“

Sofern in dieser Spielzeit noch gespielt werden kann, wünscht sich die flexible Rückraumspielerin, die mit neun Jahren mit dem Handball begann, viele gemeinsame Siege mit den Wölfinnen feiern zu können.

Wolf bei den Wölfinnen
„Zu den Nordpfälzer Wölfen bin ich gekommen, weil ich mich sportlich weiterentwickeln möchte, und die Herausforderung, in der Pfalzliga zu spielen, gesucht habe“, sagt Nadine Wolf , die vom TuS Kaiserslautern-Dansenberg zur HR gewechselt ist. Nicht nur für Wolf selbst, auch für die Wölfinnen brachte dieser Wechsel Vorteile, da mit Vanessa Steinbach eine Torhüterin verletzungsbedingt bis auf Weiteres wegfällt.

Trainerin Sina Graf war nach den wenigen gemeinsamen Trainingswochen sehr zufrieden mit der neuen Torhüterin: „Gerade für Nadine tat mir der coronabedingte Abbruch extrem leid. Sie war bis dato total motiviert und hatte sich schon innerhalb kurzer Zeit klasse in die Mannschaft integriert.“ Auch Nadine Wolf fühlte sich auf Anhieb wohl in ihrer neuen sportlichen Heimat. Umso ärgerlicher war der erneute Lockdown: „Nachdem die letzte Saison so abrupt endete, und auch der Start in die Vorbereitung lange ungewiss war, hatte ich mich schon umso mehr auf das Training und das neue Team gefreut“, meinte die Torhüterin, die auch schon beim TV Ramstein zwischen den Pfosten stand. „Die Mannschaft hat mich super aufgenommen und wir haben mit Sina Graf auch eine wirklich gute Trainerin“, ist sie mit der Wahl ihres neuen Vereins zufrieden.

Allzu gerne würde sie die Mädels wieder in der Halle sehen. „Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben und richtig geile Spiele abliefern. Durch die Pause sind wir natürlich alle ziemlich ausgebremst“, bedauert Nadine Wolf, die sich freut, dass sie die neuen Teammitglieder wenigstens während der Onlinetreffen zu Gesicht bekommt. Auch wenn dies natürlich das gemeinsame Training nicht ersetzt.

Schnelligkeit als Stärke
Dass sich Lisa Wendler den Nordpfälzer Wölfinnen angeschlossen hat, ist für die HR eine tolle Sache und eine Verstärkung auf der Linksaußenposition. Die Ludwigshafenerin, die bisher bei der TSG Friesenheim und den VTV Mundenheim am Ball war, war beruflich in Bayern und wollte nach der Rückkehr in die Pfalz wieder „richtig mit dem Handball anfangen“, wie sie verriet. „Da ich mit Johanna Ebel gemeinsam in Friesenheim gespielt habe, bin ich auf die Wölfinnen gekommen“, berichtet die oberligaerfahrene Außenspielerin.

Berufsbedingt ist sie immer mal wieder längere Zeiten im Ausland, sodass von Anfang an klar war, dass sie nicht in allen Spielen hätte mitwirken können. „Aktuell bin ich auch im Ausland, weshalb mich die Coronapause nicht wirklich hart trifft“, meint Lisa Wendler, die bereits mit vier Jahren in der Halle stand. Auch wenn die bisherige Trainingszeit mit ihren neuen Teamkolleginnen recht kurz war, waren beide Seiten voneinander angetan. „Die Trainingsphase war sehr gut. Erst mal natürlich, um wieder reinzukommen, aber auch die Mannschaft hat mich super aufgenommen“, so Wendler. Ihre Stärke, so berichtet sie, sei definitiv ihre Schnelligkeit. „Die Trickwürfe wurden dagegen meinem Bruder in die Wiege gelegt“, meint sie schmunzelnd.

Ihre neue Trainerin Sina Graf ist jedenfalls voll des Lobes für ihren Neuzugang: „Lisa hat ein richtig gutes Handballverständnis und ist für uns eine top Verstärkung, auch wenn sie aus beruflichen Gründen nicht immer da sein wird.“ Ob und wann die Saison 2020/21 gestartet wird, ist noch nicht entschieden. Sollte es dann aber soweit sein, will auch Lisa Wendler alles für das gemeinsame Ziel Klassenerhalt geben.

Michael Hehn, Rheinpfalz vom 09.12.2020

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