Herren: Nordpfälzer Wölfe bleiben auf Platz drei

Die Herren der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim belegten zum Zeitpunkt des Abbruchs den dritten Platz in der A-Klasse. Weil die Saison nicht zu Ende gespielt wird, bleibt es dabei.

Zwei Spiele hätten die „Nordpfälzer Wölfe“ in der Saison 2019/20 noch zu absolvieren gehabt. Zwei Spiele, in denen sie als Dritter noch mindestens zwei Punkte auf den Spitzenreiter HSG Eckbachtal II hätten aufholen müssen. Ein theoretisches Konstrukt mit wenig Erfolgsaussichten. „Die Entscheidungen rund um die Krise sind auf allen Ebenen des Verbandes nachzuvollziehen und auch in Ordnung. Wie der weitere Verlauf der Runde tatsächlich gewesen wäre, ist Spekulation und daher nicht zielführend“, meint HR-Trainer Johannes Finck, dessen Mannschaft eine recht passable Runde spielte. Nach einem totalen Umbruch innerhalb der Mannschaft, die zwei Abstiege in Serie zur Folge hatte, gelang es der HR in der A-Klasse oben mitzuspielen. Lange Zeit führten die Wölfe sogar die Tabelle an, waren Herbstmeister und lagen auf Aufstiegskurs. „Nach den erneut substanziellen Abgängen nach der letzten Saison kann ich der Mannschaft nur ein Kompliment machen, sich so schnell in der Spitze etabliert zu haben. Man darf nicht vergessen, dass viele Spieler direkt aus der A-Jugend kamen und die Mannschaft noch keine Struktur hatte, an der sich gerade die jungen Spieler orientieren konnten“, sagt Finck, der nicht mit dem verpassten Aufstieg hadert, sondern sich mit der Entwicklung seiner Mannen zufrieden zeigt. Diese Steigerung habe sich, so Finck, auch in den wieder steigenden Zuschauerzahlen bemerkbar gemacht, was ihn besonders freue.

Verbesserungspotential sieht Finck besonders im Abwehrspiel. Das habe sich wegen der teils schwierigen Trainingsbeteiligung nicht entwickeln können. Einige Spieler fielen längere Zeit verletzt oder erkrankt aus, andere konnten aus beruflichen Gründen nicht wie gewünscht trainieren. „Vor allem in der entscheidenden Saisonphase, als mehrere spieltragende Spieler mit schweren fiebrigen Erkältungen über Wochen ausfielen oder nur sehr bedingt einsatzfähig waren, konnten wir nicht zulegen oder das Niveau halten“, weiß Finck um die Gründe für die schwächere Rückrunde. In dieser Phase fiel auch Justus Dhom wegen eines Auslandaufenthaltes aus, was die Wölfe weniger flexibel machte. Die ihm angedachte Führungsrolle konnte Dimitri Kerber ausfüllen. Er hat die Aufgabe des Spielgestalters zur Zufriedenheit seines Trainers ausgefüllt.

Bis auf Weiteres werden die Wölfe von ihrem Trainer mit individuellen Trainingsplänen versorgt.

Michael Hehn, Rheinpfalz vom 22.04.2020