Wölfe rutschen auf Platz vier ab

Handball: Im Spitzenspiel der A-Klasse mussten die HR-Herren einen Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft einstecken. 38:42 (20:17) unterlag die Finck-Sieben dem neuen Tabellenführer HSG Eckbachtal. Einen wichtigen Sieg fuhren dagegen die Damen ein.

GÖLLHEIM. Es war mächtig was los in der Göllheimer Hans-Appel-Halle. Beim Spitzenspiel und Derby sahen die Zuschauer insgesamt 80 Tore. Da die Gäste 42 davon erzielen konnten, sind sie nun neuer Spitzenreiter der A-Klasse, während die Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim von Rang eins auf Platz vier abrutschte. Dabei sah es lange nach einem Erfolg der Wölfe aus. Nach 38 Minuten führten sie mit 24:21. Doch der Vorsprung schmolz dahin.

Wenige Minuten später glich Eckbachtal zum 28:28 aus. „In der zweiten Halbzeit konnten wir von der Bank keine Entlastung mehr bringen“, machte HR-Trainer Johannes Finck den Hauptgrund für die Niederlage aus. Erek Heinz wurde wegen einer Erkältung nur bei Strafwürfen eingesetzt und Dimitri Kerber konnte nach einem Schlag auf die Nase nur noch bedingt sein Team unterstützen.

„Eckbachtal hatte mit einem breiteren Kader eindeutige Vorteile. Wir konnten gegen Ende die Durchbrüche und Kreisanspiele nur noch mit Schwierigkeiten verteidigen“, so Finck. Bis zum 36:37 vier Minuten vor dem Ende waren die Wölfe noch dran, konnten die Begegnung dann aber nicht mehr drehen. „Ich muss der Mannschaft aber ein Kompliment machen. Trotz der Manndeckung gegen Marc Kuhn haben wir immer wieder einen Spieler freigespielt“, analysiert der Übungsleiter. „Diese Niederlage wirft uns nicht um. Wir sind weiter auf dem Weg, den wir uns vorgenommen haben.“

Souverän durchgespieltIn Abwesenheit von Spielertrainerin Sina Graf gelang den Nordpfälzer Wölfinnen gegen die HSG Mutterstadt/Ruchheim 2 ein ganz wichtiger Sieg auf dem Weg zum Klassenerhalt. Mit 23:18 (13:8) bezwangen sie die HSG. Durch die gleichzeitige Niederlage der HSG Trifels hat die HR nun zwei Punkte Vorsprung auf den vorletzten Tabellenplatz der Pfalzliga, der wahrscheinlich den Abstieg bedeuten würde. Johannes Finck, der Sina Graf an der Seitenlinie vertrat, erlebte einen geruhsamen Sonntagnachmittag. Knapp 18 Minuten waren gespielt, als Vanessa Müller zum 10:3 traf. Zuvor hatte Johanna Ebel mit vier Treffern in der Anfangsphase geglänzt, was ihr dann eine Manndeckung einbrachte. „Diese kurze Deckung haben die Mädels mit ganz viel Spielübersicht gelöst“, lobte Finck.

Überhaupt war er mit der Vorstellung der Wölfinnen absolut zufrieden. „Wir haben unser Spiel über 60 Minuten souverän durchgespielt“, lautete Fincks Fazit. Besonders die Defensive war sehr sattelfest. Die Gäste, immerhin im Mittelfeld der Pfalzliga platziert, hatten zu keinem Zeitpunkt des Spiels eine wirkliche Chance. Dass es für sie nach dem 22:14 fünf Minuten vor dem Schlusspfiff noch etwas zur Ergebniskosmetik, schmerzte im Wolfslager niemanden. „Alle Spielerinnen waren sehr konzentriert und haben mit Freude gespielt“, bilanzierte Finck nach dem deutlichen Erfolg.

Nach sieben Niederlagen in Serie gewann die Zweite Damenmannschaft wieder ein Spiel. Gegen den Tabellennachbarn HSG Mutterstadt/Ruchheim spielten sie 28:18 (12:9). Die nächsten beiden Wochenenden sind die Teams der Nordpfälzer Wölfe spielfrei.

So spielten sie

Herren:
Löcher, Frey; Kuhn (11), Heinz (9/8), Kerber (6), Samuel Boger (4), Niclas Burton (2), Seibert (2), Drude (2), Selz (1), Junghanß (1/1), Grum, Hersch, Elias Burton.

Damen:
Steinbach, Koll; Johanna Ebel (5), Daneke (5/2), Rokita (3), Müller (3), Setzer (2), Richter (2), Herrmann (1), Peter (1), Weil (1), Gaßen.

Michael Hehn, Rheinpfalz vom 11.02.2020