Den Punkt eigentlich verdient

HANDBALL: HR-Frauen verlieren knapp gegen HSG Dudenhofen/Schifferstadt

EISENBERG. Im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Sasa Ilic unterlagen die Damen der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim der HSG Dudenhofen/Schifferstadt knapp mit 22:23 (10:12). Durch diese Niederlage beenden sie die Hinrunde auf dem vorletzten Platz der Pfalzliga, der am Ende der Saison ein Abstiegsplatz sein könnte.

Am Sonntagabend war es wie schon so oft in dieser Saison. Die HR-Frauen konnten absolut mit dem Gegner mithalten, unterlagen am Ende aber wieder einmal knapp. Gegen die HSG Dudenhofen/Schifferstadt hatte die HR einen guten Start. Johanna Ebel, die lange Zeit in Manndeckung genommen wurde, erzielte in der 25. Minute das 10:8 – allerdings war es auch der letzte Treffer bis zum Pausenpfiff.

Die Gäste trafen in dieser Zeit dagegen noch vier Mal und gingen zur Pause dadurch in Führung, die sie bis zum Schlusspfiff nicht mehr hergaben. „Die Mannschaft hat nach dem Rücktritt von Sasa Ilic eine tolle Reaktion gezeigt“, lobte Spielertrainerin Sina Graf die Truppe. Besonders positiv hob sie hervor, dass sich die HR keine ihrer fast schon obligatorischen „Tiefschlafphasen“ genehmigte.

Trotzdem wurde nach dem Seitenwechsel der Rückstand größer. 11:16 hieß es nach 37 Minuten. Doch die HR zeigte Moral und kämpfte sich wieder heran. „Ich habe allergrößten Respekt vor dieser kämpferischen Leistung“, lobte Graf. Sieben Minuten vor dem Ende verkürzte sie selbst per Strafwurf zum 18:20. Wenige Sekunden vor dem Ende eroberten sich die Wölfinnen den Ball und Johanna Ebel war auf dem Weg zum Ausgleich, als sie auf der Höhe der Mittellinie rüde gestoppt wurde.

Damit wurde es nichts mit einem Punktgewinn, den sich die kämpferisch überragende HR verdient gehabt hätte. „Es gibt keinen Grund den Kopf hängen zu lassen. Wir müssen und werden weiter an uns arbeiten“, sagte Graf, die noch ein Sonderlob für Rückraumspielerin Myra Daneke parat hatte: „Myra hat es heute sowohl in der Abwehr als auch im Angriff richtig stark gemacht. Vorne hat mir besonders ihr Zug zum Tor gefallen“, so Graf über die fünffache Torschützin.

So spielten sie

Damen:
Steinbach; Ebel (6), Daneke (5/2), Graf (4/4), Weil (2), Müller (2), Rokita (1), Setzer (1), Richter (1), Peter, Kohlmann, Schafar, Gaßen.

Michael Hehn, Rheinpfalz vom 10.12.2019