Ein Sieg für Ortwin Grohé

Handball: HR-Herren feiern Herbstmeisterschaft – Damen verlieren gegen Haßloch

Göllheim. Herbstmeister! Die Herren der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim beenden die Vorrunde auf dem ersten Platz der A-Klasse. Beim Tabellenletzten TG Oggersheim II gewannen sie mit 33:15 (14:8). Die Damen verloren hingegen ihr Heimspiel in der Pfalzliga gegen die TSG Haßloch nach schwacher Leistung mit 28:30 (14:18).

Lediglich in der Anfangsviertelstunde konnten die Gastgeber den Nordpfälzer Wölfen Paroli bieten. Nur 7:6 führte die HR bis dahin beim punktlosen Schlusslicht. Danach legte der Spitzenreiter einen Zahn zu. Bis zur Halbzeit bauten sie den Vorsprung auf 14:8 aus. „Wir hatten das Spiel jederzeit im Griff“, befand HR-Trainer Johannes Finck. Gestützt auf eine starke Torhüterleistung des Duos Timo Löcher und Lukas Frey war die Abwehr das Prunkstück der Herren am Sonntagnachmittag.

Die zweite Halbzeit war einseitig. Die Wölfe dominierten nach Belieben. Nach 45 Minuten traf Felix Selz zum 28:11. Das Spiel war längst entschieden. Finck nutzte das klare Ergebnis und die deutliche Überlegenheit, um allen Spielern ausreichend Spielanteile zu geben. Auch Rückkehrer Marco Besch gelang ein Treffer. Einen kleinen Kritikpunkt fand Finck aber dennoch: „Im Angriff hatten wir einige Unsicherheiten und den ein oder anderen zu genauen Wurf“, spielte Finck auf etliche Pfosten- oder Lattentreffer an. Durch diesen Erfolg ist die HR nach Abschluss der Hinrunde mit 18:2 Zählern Tabellenführer. In zwei Wochen steht dann der Rückrundenauftakt beim TV Rheingönheim an.

Elf Ebel-Tore reichen nichtElf Tore von Johanna Ebel und eine hundertprozentige Ausbeute vom Siebenmeterpunkt haben nicht für einen Punktgewinn gegen die TSG Haßloch gereicht. „Es war deutlich mehr drin gewesen, aber wir haben es mal wieder selbst verbockt. Das war viel, viel zu wenig“, meinte eine konsternierte Spielertrainerin Sina Graf. Etliche technische Fehler und Schwächen in der Abwehr sorgten für den Sieg der Gäste. Es mangelte an elementaren Dingen, wie Sina Graf bemängelte: „Teilweise konnten wir noch nicht mal einfache Bälle fangen oder haben uns anfängerhaft den Ball heraus prellen lassen. Haßloch hat das eiskalt ausgenutzt.“ Außerdem, so Graf, habe der letzte Wille gefehlt, das Spiel zu den eigenen Gunsten drehen zu wollen.

Dabei kam die HR nach zwischenzeitlichem 17:21-Rückstand wieder heran. Elf Minuten vor Schluss glich Jördis Weil zum 24:24 aus. Unnötige individuelle Fehler der Wölfinnen ließen die Gäste aber wieder davon ziehen. „Hinten standen wir da zwar ganz ordentlich, aber vorne haben wir das Spiel dann verloren“, haderte Graf, die feststellen musste, dass die Konstanz fehlte: „Es hat sich wieder gezeigt, dass wir noch nicht richtig eingespielt sind. Wir können viel mehr“.

Das Spiel der zweiten Damenmannschaft ist kurzfristig ausgefallen.

In Gedanken war die Handballfamilie bei Ortwin Grohé. Der Göllheimer verstarb vergangene Woche. Er war in vielen Ehrenämtern im TuS Göllheim und bei den Nordpfälzer Wölfen tätig.

So spielten sie
Herren:
Löcher, Frey; Kerber (7), Drude (5/3), Dhom (4), Elias Burton (4), Selz (4), Heinz (3), Niclas Burton (3), Besch (1), Seibert (1), Boger (1), Kuhn.

Damen:
Steinbach; Ebel (11), Graf (5/5), Daneke (3), Weil (3), Richter (3), Gaßen (2), Setzer (1), Müller, Schafar, Peter, Kohlmann.

Michael Hehn, Rheinpfalz vom 03.12.2019