Tabellenführer gestürzt

HANDBALL: Herren der Handballregion besiegen SG Lambsheim/Frankenthal 31:25

EISENBERG. Die Herren der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim haben den bisher ungeschlagenen Tabellenführer SG Lambsheim/Frankenthal gestürzt. 31:25 (15:13) lautete das Endergebnis für die „Wölfe“. Die Damen konnten trotz einer starken Leistung keinen Punkt aus Heiligenstein mitnehmen. Sie unterlagen mit 27:30 (13:16).
Punktgleich stehen die HR-Herren mit der SG Lambsheim/Frankenthal jetzt an der Spitze der A-Klasse. In einem guten Spiel, in dem die HR ohne Zeitstrafe auskam, war die Finck-Sieben von Beginn an hellwach, auch wenn die Hausherren meist mit ein oder zwei Treffern in Front lagen. „Lukas Frey im Tor hat uns Sicherheit im Tor gegeben, sodass der Gegner sich die meisten Tore hart erarbeiten musste“, analysierte Trainer Johannes Finck. Mit zunehmender Spieldauer wurde das Spiel der HR sicherer, Gegenstoßtore des Gegners konnten verhindert werden. Der Lohn dafür war die 15:13 Pausenführung. In der zweiten Hälfte war die Partie weiterhin offen. Neun Minuten vor dem Ende konnten die Gastgeber zum 23:23 ausgleichen.

Ein 4:0-Lauf innerhalb von nicht einmal drei Minuten sorgte für die Entscheidung. Daran änderte auch die Manndeckung gegen Dimitri Kerber nichts. „Besonders Felix Selz, Marc Kuhn und Erek Heinz nutzten die sich daraus ergebenden Freiräume sehr gut“, freute sich Finck. Am Ende konnte sich die HR gegen resignierende Vorderpfälzer noch deutlicher absetzen. „Diesen Sieg haben wir uns verdient. Die Mannschaft hatte auf alle Herausforderungen des Gegners eine Antwort“, lobte Finck.

Ohne fünf Spielerinnen waren die Aussichten auf einen Punktgewinn für die HR-Frauen schon vor Spielbeginn eher gering. Besonders weil es gegen den Tabellenzweiten TuS Heiligenstein ging. Aber die Rumpfgruppe von Trainer Sasa Ilic lieferte ein richtig gutes Spiel ab. „Ich habe an unserer Leistung wenig zu kritisieren. Das war ein wirklich starkes Spiel von uns“, lobte Ilic. Die Gastgeberinnen lagen zwar von Beginn an in Führung, doch die HR ließ sich nicht abschütteln und kam immer wieder zum Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel konnte sich Heiligenstein dann entscheidend absetzen. Mehr als auf zwei Treffer kamen die „Wölfinnen“ nicht mehr heran. „Mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit wäre vielleicht noch etwas möglich gewesen“, fand Ilic doch noch einen kleinen Kritikpunkt angesichts des ein oder anderen vergebenen Gegenstoßes. Ein Sonderlob verteilte der Übungsleiter an Maren Ebel und Bianca Hitschel im Tor: „Die beiden haben aus der zweiten Mannschaft ausgeholfen und haben sich super eingefügt und ein starkes Spiel gemacht.“ Trotz der Niederlage dürfte die HR Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben getankt haben. „Unsere Formkurve zeigt nach oben“, meinte Ilic.

Die zweite Damenmannschaft verlor das Derby bei der HSG Eckbachtal mit 13:26 (7:13).
So spielten sie

Herren: Löcher, Frey; Kuhn 8, Selz 7, Heint 6/5, Drude 4, Niclas Burton 3, Kerber 3, Seibert, Neuner, Boger.
Damen: Hitschel; Graf 9/6, Daneke 5/1, Johanna Ebel 4, Weil 3, Richter 2, Rokita 1, Schafar 1, Gaßen 1, Maren Ebel 1.

Michael Hehn, Rheinpfalz vom 12.11.2019