Jubel über die ersten Zähler


Handball: Nordpfälzer Wölfinnen reißen gegen Bobenheim-Roxheim Ruder rum

Göllheim. Endlich hat es zum ersten Saisonsieg für die Damen der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim gereicht. Gegen den SC Bobenheim-Roxheim gewannen sie knapp mit 19:18. (12:9). Auch die Herren waren erfolgreich.

Fünf Minuten waren gespielt und die Gäste der Damen führten mit 3:0. „Unser Anfang war zäh. Bobenheim-Roxheim war besser im Spiel“, meinte HR-Spielertrainerin Sina Graf. Doch die Nordpfälzer Wölfinnen, die auf die erkrankte Johanna Ebel verzichten mussten, steigerten sich. Die Abwehr inklusive Torhüterin Vanessa Steinbach wurde immer sicherer, sodass bis zur Pause eine 12:9-Führung die Anzeigentafel zierte. Nach einem Doppelschlag von Myra Daneke führten die Wölfinnen nach 34 Minuten mit 15:10 und waren schon auf der Siegerstraße. Allerdings nahm sich die HR dann eine kollektive Auszeit. Zehn Zeigerumdrehungen später stand es plötzlich 15:16. „Wir haben einige falsche Entscheidungen getroffen und uns durch technische Fehler selbst aus dem Rennen genommen“, haderte Graf.

Doch wie auch in der Aufstiegssaison stimmte dieses Mal die Moral. Beim 16:17 führten die Gäste zwar nach 53 Minuten noch einmal, ihnen gelang danach aber kein Treffer mehr. 80 Sekunden vor dem Ende erzielte Vanessa Müller die 18:17-Führung. Der Gegenangriff von Bobenheim-Roxheim brachte nichts ein, doch auch die HR erzielte ihrerseits keinen Treffer mehr – und so hatte kurz vor Schluss der SC Bobenheim-Roxheim noch einmal die Chance auf den Ausgleich. Vanessa Steinbach im Tor der Nordpfälzer Wölfinnen konnte den Wurf aus halblinker Position aber entschärfen, was einen kollektiven Jubel über die ersten beiden Punkte auslöste. „Es war kein schönes Spiel, aber es waren sehr wichtige Punkte“, bilanzierte Graf.

Einen letztlich souveränen Sieg fuhren die Nordpfälzer Wölfe gegen die HSG TSG/1. FC Kaiserslautern ein. Sie bezwangen die Gäste aus der Westpfalz mit 35:22 (16:11). Einzig zu Beginn der Partie hatte die HR einige Probleme. In der 15. Minute lagen die Wölfe mit 7:9 im Hintertreffen. In der folgenden Viertelstunde aber, bis zur Pause, traf Kaiserslautern nur noch zweimal, während die Hausherren im Angriff immer treffsicherer wurden und zur Halbzeit mit 16:11 führten. „Den Grundstein zu diesem Sieg haben wir nach dem 9:9-Ausgleich gelegt“, stellte HR-Trainer Johannes Finck fest. „Danach haben wir die Abwehrleistung gesteigert und die Schützen des Gegners zu Fehlern gezwungen“, so Finck.

Nach dem Seitenwechsel konnte Kaiserslautern nicht mehr zulegen, sodass die Wölfe zu einem klaren Sieg kamen. „Wir haben das Spiel in der zweiten Hälfte kontrolliert und sind verdient zu diesem deutlichen Ergebnis gekommen“, freute sich Finck. Ebenfalls erfreute den Trainer der Rückhalt, der von der Tribüne kam: „Unsere Zuschauer waren eine tolle Unterstützung.“ Genau die brauchen die Nordpfälzer Wölfe auch am kommenden Samstag, wenn sie im Derby der punktgleichen HSG Eckbachtal II gegenüber stehen.

Die zweite HR-Damenmannschaft verlor ihr erstes Heimspiel der Saison mit 19:27 (10:17) gegen die HSG TSG/1. FC Kaiserslautern II.

So spielten sie
HR-Damen: Steinbach; Graf (7/5), Daneke (3), Müller (3), Herrmann (1), Rokita (1), Weil (1), Setzer (1), Richter (1), Kohlmann, Schafar, Gaßen.

HR-Herren: Löcher, Frey; Kuhn (6), Heinz (6/4), Niclas Burton (5), Selz (5), Kerber (4), Elias Burton (3), Seibert (3), Boger (2), Dhom (1), Herzog, Neuner.

Michael Hehn, Rheinpfalz vom 22.10.2019