Gebrauchtes Wochenende

Handball: Erste Pleite für Wölfe – Damen weiter sieglos

Göllheim. Am vierten Spieltag ist es für die Herren der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim soweit gewesen: Beim bisher punktlosen Aufsteiger TB Assenheim unterlag das Team erstmals in dieser Saison 25:26 (11:12). Weiterhin sieglos bleiben dagegen die Damen in der Pfalzliga. 17:24 (9:13) hieß es am Ende bei der HSG Lingenfeld/Schwegenheim.

Felix Selz erzielte in der 17. Minute das 9:6 für die Nordpfälzer Wölfe, die bis zu diesem Zeitpunkt ihrer Favoritenrolle gerecht wurden. „Bis dahin waren wir klar die bessere Mannschaft“, meinte Dimitri Kerber, der als spielender Trainer den verhinderten Coach Johannes Finck vertrat. Sieben Minuten ohne eigenen Treffer brachten die Gastgeber wieder zurück in die Partie. „Dadurch haben wir uns leider verunsichern lassen und den Gegner aufgebaut“, bedauerte Kerber.

Nach dem Seitenwechsel liefen die HR-Männer ständig einem Rückstand hinterher. In den Schlussminuten kamen die Wölfe noch einmal ran. „In dieser Phase hatten wir unseren besten Handball gezeigt und wir konnten kurz vor Schluss auf 25:26 verkürzen“, analysierte Kerber. 20 Sekunden vor Spielende hatte die HR Ballbesitz und damit die Chance auf den Ausgleich – zu einem vielversprechenden Torabschluss reichte es aber nicht mehr. „Es ist eine sehr ärgerliche Niederlage. Man hat aber gemerkt, dass mit Johannes ein erfahrener Trainer an der Seitenlinie gefehlt hat. In der entscheidenden Phase hätte er bestimmt die richtigen Worte gefunden, sodass wir das Spiel mit ihm sicherlich gewonnen hätten“, sagte Kerber. Er sei sich aber sicher, dass diese Niederlage die Mannschaft nicht aus der Bahn werfe.

Für die Nordpfälzer Wölfinnen hat es auch im vierten Spiel erneut nicht zum ersten Punktgewinn gereicht. Das war allerdings absehbar. Mit Johanna Ebel, Sina Graf, Carina Setzer und Jördis Weil fielen gleich vier Spielerinnen aus. „Zum Glück haben wir Lara Schwarz und Lena Kohlmann aus der A-Jugend hochziehen können“, meinte die erkrankte HR-Spielertrainerin Sina Graf. Von Beginn an lag die HR im Hintertreffen. 2:7 stand es nach 14 Minuten, ehe die Wölfinnen Moral bewiesen und durch einen von Myra Daneke verwandelten Strafwurf auf 8:11 (23. Minute) verkürzen konnten. „Wir haben alles gegeben und versucht, mitzuhalten. Aber mit zunehmender Spieldauer haben die Kräfte nachgelassen und wir hatten auf der Bank keine Alternativen“, fasst Graf zusammen.

In der zweiten Halbzeit spielten die keineswegs überragenden Hausherrinnen das Spiel souverän zu Ende. „Auch wenn es deprimierend ist, müssen wir da jetzt durch“, meinte Graf auch im Hinblick auf die Tabellensituation. Ein Sonderlob verdiente sich Karoline Peter, die auf der Mitte- und auch Halbposition ein Riesenspiel gemacht habe. „Auch wenn sie selbst nicht getroffen hat, hat sie alle Siebenmeter rausgeholt und eine richtig starke Leistung gezeigt. Das alleine hat aber leider nicht gereicht“, lobte Graf das Nachwuchstalent.

Die nächsten Spiele der HR sind nach der Herbstpause am 20. Oktober.

So spielten sie

Herren:
Löcher, Frey; Heinz (6/6), Drude (5), Selz (4), Seibert (3), Kerber (3), Neuner (2/1), Niclas Burton (1), Kuhn (1), Dhom, Boger, Herzog.

Damen:
Steinbach; Müller (7), Daneke (6/5), Gaßen (2), Herrmann (1), Schwarz (1), Rokita, Schwalb, Peter, Kohlmann.

Michael Hehn, Rheinpfalz vom 24.09.2019