HR-Herren übernehmen Führung der A-Klasse

Handball: Frauen-Mannschaft verspielt ihre Führung nach dem Ausfall von Johanna Ebel

EISENBERG.Mit 40:26 (21:12) gewannen die Herren der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim erwartungsgemäß gegen den SC Bobenheim-Roxheim. Mit 6:0 Punkten setzen sie sich an die Spitze der A-Klasse. Auch gegen die HSG Trifels konnten die Damen nicht den erhofften ersten Sieg holen. In einem erneut knappen Spiel unterlag die HR mit 25:27 (14:12).

„Ein Spiel dauert 60 Minuten, nicht nur 45 Minuten“, haderte Sasa Ilic, Trainer der HR-Frauen. 21:17 führte sein Team und war 15 Minuten vor dem Ende schon auf dem Weg, die ersten beiden Zähler der Saison einzufahren. Was dann passierte lässt sich nur schwer erklären. „Wir hatten einen kollektiven Blackout – schon wieder. Die Abwehr war nicht mehr vorhanden, im Angriff fehlten die Ideen“, monierte Ilic.

Bereits zum dritten Mal ein kollektiver BlackoutIm dritten Spiel in dieser Runde passierte genau das zum dritten Mal – und zum dritten Mal kostete das den Sieg. „Passiert das einmal, kann man von Pech sprechen, beim zweiten Mal vielleicht auch noch, aber nicht beim dritten Mal. Das ist total frustrierend und nicht zu erklären“, ärgerte sich Ilic. Vor dem Blackout gefielen die Wölfinnen mit einer spielerisch wie kämpferisch ansprechenden Leistung. Ärgerlich, dass Johanna Ebel nach einem Zusammenprall in der ersten Hälfte ausfiel. „Dass das schwer aufzufangen ist, ist logisch, aber auch ohne Johanna führten wir mit 21:17“, so der Übungsleiter. 10 Sekunden vor Ende hatte die HR noch die Chance auf den Ausgleichstreffer, verlor aber den Ball, ehe die Gäste im Gegenstoß die Niederlage besiegelten.

Die Nordpfälzer Wölfe wurden in ihrem Spiel gegen den SC Bobenheim-Roxheim ihrer Favoritenrolle souverän gerecht. Abgesehen von einer in der Abwehr etwas holprigen Anfangsphase hatte die HR den Gegner absolut im Griff. „Zu Beginn hatten wir etwas Probleme, die richtige Einstellung in der Defensive zu finden“, berichtete Trainer Johannes Finck. Im Angriff dagegen waren die Wölfe sofort hellwach und lieferten eine starke Leistung ab.

Sieg war zu keiner Zeit in Gefahr
40 Tore in 60 Minuten sprechen für eine konzentrierte und konsequente Chancenauswertung. Zu keinem Zeitpunkt war der Sieg in Gefahr, so bot sich Finck dies als Gelegenheit, die volle Bank auszunutzen und jedem seiner Akteure ausreichend Spielanteile zu bieten. „Auch weniger eingespielte Mannschaftsteile waren heute im Einsatz. Das hat ganz gut geklappt“, lobte Finck, der dadurch auch dem ein oder anderen angeschlagenen Spieler die benötigte Verschnaufpause geben konnte. „Insgesamt können wir absolut zufrieden aus der Partie gehen“, bilanzierte Finck, der mit seinem Team neben der HSG Eckbachtal 2 und der SG Lambsheim/Frankenthal eine von noch drei verlustpunktfreien Mannschaften in der A-Klasse ist.

So spielten sie:

Damen
Steinbach; Graf (7/3), Ebel (5), Weil (4), Rokita (3), Müller (2), Herrmann (1), Peter (1), Daneke (1), Gaßen (1), Setzer, Kohlmann.

Herren
Löcher, Frey; Kuhn (7), Selz (7), Neuner (6), Niclas Burton (6/1), Heinz (5/2), Drude (3), Weigel (2), Boger (2), Elias Burton (1), Dhom (1), Seibert, Kerber.

Michael Hehn, Rheinpfalz vom 17.09.2019