Vorne fehlt noch die Konstanz


Handball: HR-Damen starten mit Niederlage in die Pfalzliga – Herren siegen daheim

Göllheim. Es war das erste Spiel nach zweijähriger Abstinenz in der Pfalzliga, und es endete für die Damen der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim mit einer Enttäuschung. Gegen die SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam II unterlagen die Wölfinnen mit 17:21 (8:9). Besser machten es die Herren.

So hatte sich das Trainerduo Graf/Ilic die Rückkehr in die Pfalzliga nicht vorgestellt. Ein Erfolg im ersten Saisonspiel sollte es sein. Doch herausgekommen ist eine Niederlage. „Heute war deutlich mehr drin. Das Ergebnis enttäuscht mich, aber mit der Leistung bin ich zufrieden“, bewertete HR-Trainer Sasa Ilic das Spiel. Angefangen hatten die Nordpfälzer Wölfinnen ganz nach dem Geschmack ihres Coaches. 5:1 führten die Gastgeberinnen nach sechs Minuten. „Wir hatten da im Angriff genau das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten. Das war richtig gut“, lobte Ilic. Nach und nach kamen die Wölfinnen aber von der vorgegebenen Marschroute ab und wirkten mit zunehmender Spieldauer im Angriff wenig konsequent. „Die Abwehr mit nur 21 Gegentreffern ist absolut top, vorne fehlte die Konstanz. Da haben wir die nächsten Wochen noch einiges zu tun“, so Ilic. Nur vier Spielerinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen. „Da fehlte es uns in der Breite“, meinte auch der Trainer. Acht Minuten vor Schluss erzielte Rückkehrerin Johanna Ebel mit ihrem siebten Treffer den Ausgleich zum 17:17. Doch in der Schlussphase trafen nur noch die Gäste, während die HR einen Gegenstoß liegen ließ und nur noch einen Aluminiumtreffer verzeichnete. „Wir haben gesehen, dass wir in der Liga mithalten können. Deshalb bin ich auch für die kommenden Wochen optimistisch“, sagte Ilic.

Finck findet die richtigen WorteHerrentrainer Johannes Finck sah sich im ersten Spiel der A-Klasse bereits nach sechs Minuten genötigt, die erste Auszeit zu ziehen. 1:6 lagen die Nordpfälzer Wölfe hinten. Finck fand offenbar die richtigen Worte – und nahm zudem eine Änderung im Innenblock vor. In der 23. Minute ging sein Team erstmals durch Samuel Boger mit 11:10 in Führung und baute diese bis zur Pause auf 15:12 aus. „Die Führung war absolut verdient, da wir in der Abwehr viel besser standen. Auch das Angriffsspiel war gut“, lobte Finck seine Mannschaft nach der verschlafenen Anfangsphase. Nach dem Seitenwechsel behaupteten die Hausherren ihren Vorsprung – bis zur 52. Minute. Rheingönheim glich zum 26:26 aus. Erneut nahm Finck eine Auszeit. Und erneut steigerte sich die HR danach. Drei Treffer in Folge binnen fünf Minuten sorgten für die Entscheidung. Mit 33:30 gingen die Gastgeber als Sieger vom Platz. Rheingönheim konnte nicht mehr kontern. Die Wölfe feierten den ersten Sieg im ersten Spiel – auch dank einer starken Torhüterleistung des neuen Duos Timo Löcher und Lukas Frey.

So spielten sie

Damen:
Steinbach, Ebel (7), Graf (6/2), Rokita (3), Richter (1), Herrmann, Peter, Kohlmann, Daneke, Weil, Spitzer, Müller, Setzer.

Herren:
Löcher, Frey; Heinz (7/6), Kuhn (6), Kerber (5), Boger (4), Elias Burton (4/1), Drude (2), Niclas Burton (2), Selz (2), Hersch (1), Seibert, Neuner.

Michael Hehn, Rheinpfalz vom 03.09.2019