HR-Herren können schon mal für die A-Klasse planen

HANDBALL: Damen marschieren weiter in Richtung Aufstieg – Gastgeber unterliegen der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam

Freud und Leid waren am Sonntagabend bei der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/ Kindenheim eng beisammen. Während die Damen den nächsten Schritt Richtung Aufstieg machten, können die Herren für die A-Klasse planen. Gegen die HSG Mutterstadt/Ruchheim gewann die Ilic-Sieben mit 18:17 (7:9). Die Herren unterlagen der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam II mit 22:28 (12:13).

Wieder einmal sind die HR-Frauen große Gewinnerinnen des Spieltages. Die direkten Aufstiegskonkurrenten nahmen sich die Punkte weg. Durch den eigenen Sieg konnte die HR den Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz auf drei Zähler ausbauen. Beinahe wäre es soweit nicht gekommen, denn sie zeigten eine schwache Leistung. „Wir haben den Sieg heute nicht verdient“, gibt HR-Trainer Sasa Ilic zu. Es waren noch 19 Minuten zu spielen und die Anzeigetafel zeigte den Spielstand von 9:14. „Ich habe nicht mehr an einen Sieg geglaubt“, sagte Ilic. Im Angriff lief nichts zusammen. Beste Chancen wurden teilweise „schändlich vergeben“, wie es Ilic bezeichnete. Aber es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass die „Wölfinnen“ ihre Comebackqualitäten bewiesen. Auch weil zwei Gästespielerinnen sich verletzten und eine Akteurin disqualifiziert wurde, kam die HR zurück. Sina Graf erzielte 42 Sekunden vor dem Schlusspfiff den Siegtreffer. „Wenigstens auf die Abwehr war Verlass“, sagte Ilic im Hinblick auf die Anzahl der Gegentore. Auch der kämpferische Einsatz und die Moral haben bei diesem „dreckigen Sieg“ gepasst.

Für die Rettung bräuchte es ein Wunder
Das dürfte es gewesen sein. Durch die Niederlage gegen den direkten Abstiegskandidaten aus der Südpfalz kann sich die HR bei fünf Punkten Rückstand nur durch ein Wunder retten – vorausgesetzt es bleibt bei drei Absteigern. Dies entscheidet sich erst nach den Aufstiegsspielen nach Saisonende. Auf ein Wunder zu hoffen, wäre nach der Leistung von Sonntagabend vermessen. In der ersten Halbzeit war das Spiel der HR-Herren noch in Ordnung, nach dem Seitenwechsel sah Trainer Johannes Finck eine „schlimme zweite Hälfte“.Zu Beginn funktionierten die Abläufe noch. In der Abwehr, besonders im Innenblock stimmten die Absprachen und die HR war gut in der Partie. Hätten sie sich nicht den einen oder anderen Abschluss zu früh genommen, wäre eine Pausenführung möglich gewesen. In den letzten 30 Minuten brachen die „Wölfe“ komplett ein. „Wir haben uns von den Halb- und Außenpositionen grundlegende taktische Fehler erlaubt“, ärgerte sich Finck. Dazu baute die vorher gelobte Defensivabteilung zunehmend ab. „Nicht eingespielt und konditionelle Probleme“, meinte Finck, der das Rückzugsverhalten monierte. Er bemängelte auch, dass kein Duell im Eins-gegen-Eins mehr gewonnen wurde. Es war eine verdiente Niederlage der HR, die die letzte Chance auf den Klassenerhalt verspielte.

Die Reserveteams der HR gewannen am Sonntag ihre Partien. Die Damen besiegten die HSG Mutterstadt/Ruchheim III mit 26:25 (14:12). Gegen den SC Bobenheim-Roxheim holte die Zweite Herrenmannschaft die ersten Punkte der Saison. Sie gewann mit 30:25 (11:13).

So spielten sie:

Damen:
Steinbach; Graf (11/4), Ludwig (4), Schafar (1), Koch (1), Ecker (1), Vogel, Peter, Bornewasser, Setzer.

Herren:
Kaiser, Löcher; Ebel (6), Heinz (5,) Kuhn (3), Niclas Burton (3), Stark (3), Weigel (1), Risser (1), Yannick Boger, Dhom, Elias Burton, Drude, Selz.

Michael Hehn, Rheinpfalz vom 26.03.2019