Wölfinnen bezwingen Lieblingsgegner

HANDBALL: HR-Damen bringen dem TuS Kaiserslautern-Dansenberg die erste Saisonniederlage bei – Herren verlieren in Neuhofen

Neuhofen. Die Verbandsliga-Herren der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim haben trotz ganz starker Anfangsphase mit 23:32 (11:11) beim TuS Neuhofen verloren. Die HR-Damen waren dagegen siegreich. Sie gewannen mit 21:15 (12:9) beim TuS Kaiserslautern-Dansenberg.

Dansenberg scheint ein gutes Pflaster für die Nordpfälzer Wölfinnen zu sein. Nach dem Sieg im Pokalhalbfinale brachten die HR-Damen den Westpfälzerinnen nun die erste Niederlage in der aktuellen Saison bei. „Der Sieg war mehr als verdient und hätte, wenn ich ehrlich sein soll, noch viel höher ausfallen können“, sagte HR-Coach Sasa Ilic, der aber auch den Ausfall der Dansenberger Spielmacherin als Vorteil für seine Mannschaft sah. „Christina Pedersen hat ihnen sehr gefehlt. Ohne sie sind die Dansenbergerinnen gleich eine Klasse schwächer, auch wenn sie natürlich immer noch stark besetzt sind“, so Ilic.Nur zu Beginn war die Partie ausgeglichen. Als die HR in der 11. Spielminute durch Carina Setzer erstmals in Führung ging, nahm die Spannung ab. Sukzessive vergrößerten die Wölfinnen ihren Vorsprung. „Ich hatte eigentlich nie das Gefühl gehabt, dass wir dieses Spiel verlieren könnten“, so Ilic, der trotz des Sieges noch Verbesserungspotential insbesondere im Angriff sah: „Vorne war es solide, aber nicht wirklich gut.“ Dies war aber auch dem Kräfteverschleiß geschuldet. Die halbe Mannschaft ging angeschlagen in die Partie, wobei jede Spielerin alles gab und in der Abwehr besonders im Kollektiv funktionierte. „Das zeigt den hervorragenden Teamgeist in der Mannschaft“, freute sich Ilic. Kleiner Wermutstropfen: Sina Graf, die sichere Siebenmeterschützin, knickte Mitte der zweiten Halbzeit um und konnte nicht weiter mitwirken.

Das Spiel der Nordpfälzer Wölfe beim TuS Neuhofen war dagegen ein Spiegelbild der letzten Partien. „Ich weiß nicht, warum wir immer nach einer starken Anfangsphase das Spiel aus der Hand geben. Die Jungs wissen es ja selbst auch nicht“, befand ein frustrierter Trainer Patrick Dermody nach dem Schlusspfiff. In Neuhofen war es extrem. Die HR begann bärenstark und spielte keineswegs wie ein Tabellenvorletzter. Die Abwehr agierte aggressiv, setzte Neuhofens Angriff unter Druck und hatte in Eugen Kaiser einen herausragenden Rückhalt zwischen den Pfosten. Im Angriff erspielten sich die Wölfe geduldig ihre Chancen und nutzten diese konsequent. So stand es in der 14. Minute 6:0 für die Nordpfälzer.

Mit dem ersten Treffer der TuS-Akteure verlor die Dermody-Mannschaft allerdings sukzessive den Zugriff auf den Gegner. Schon zur Pause konnte Neuhofen egalisieren. Nach dem Seitenwechsel hatten die Nordpfälzer Wölfe keine Chance mehr. „Unsere Torabschlüsse waren unvorbereitet. Es hat einfach gar nichts mehr gestimmt“, haderte Dermody. Zu allem Überfluss kassierte Erek Heinz auch noch eine berechtigte Rote Karte, sodass im Rückraum eine Alternative fehlte. Letztlich konnte sich die HR bei den eigenen Torhütern Eugen Kaiser und Lukas Frey bedanken, die trotz 32 Gegentreffern in 46 Minuten eine noch höhere Niederlage verhinderten.

Das A-Klassenteam der Wölfinnen verlor unterdessen in Dansenberg mit 24:30. Das Spiel der Herren-Reserve wurde auf Wunsch der HR Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim kurzfristig in den Dezember verlegt.

So spielten sie

Damen:
Steinbach; Graf (7/6), Setzer (4), Peter (2), Stich (2), Stark (2/1), Fattler (1), Schwarz (1), Ecker (1), Herrmann (1), Schafar, Kohlmann, Bornewasser.

Herren:
Frey, Kaiser; Selz (4), Risser (4), Ebel (4) Heinz (4/3), Stoverock (2), Yannick Boger (1), Doll (1), Samuel Boger (1), Drude (1), Niclas Burton (1), Jan-Martin Wiehler, Elias Burton.

Michael Hehn, Rheinpfalz vom 20.11.2018