Ein Sahnetag

Handball: Göllheims Damen siegen – Herren verlieren

GÖLLHEIM. Eine starke Leistung zeigten die Verbandsliga-Damen der HR Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim. Sie ließen dem TSV Iggelheim nicht den Hauch einer Chance und siegten nach 60 einseitigen Minuten mit 26:16 (12:4). Dagegen verlor das Herrenteam gegen Aufstiegsaspirant HSG Dudenhofen/Schifferstadt nach einem Leistungsabfall mit 21:31 (12:13).

Die „Nordpfälzer Wölfe“ lagen gegen das Spitzenteam aus der Vorderpfalz zwar nicht einmal in Führung, hatten aber 30 Minuten lang eine starke Leistung abgeliefert. In der ersten Hälfte lagen sie zwar früh drei, vier Tore im Hintertreffen, ließen die Gäste aber nicht davon ziehen. Direkt nach dem Wiederanpfiff erzielte Alexander Drude das 13:13. Die HR schnupperte an einem Überraschungscoup.„Bis dahin haben wir wirklich gut gespielt“, meinte HR-Trainer Patrick Dermody. Was aber danach passierte, lässt sich nur schwer erklären. Die „Wölfe“ trafen sogar in doppelter Überzahl nicht mehr. Bis zur 54. Minute erzielte die Mannschaft um den erneut starken Marc Kuhn nur noch drei weitere Treffer. Es stand 16:27. „Wenn du in 22 Minuten nur dreimal triffst, kannst du natürlich kein Spiel gewinnen. Wir haben klarste Torchancen nicht genutzt“, erklärte der frustrierte Übungsleiter: „Wir haben total abgebaut und nicht mehr das gespielt, was wir eigentlich können.“

Keinen Grund zu klagen, gab es dagegen bei den „Nordpfälzer Wölfinnen“. Erst in der 17. Minute erzielten deren Gäste, die einen rabenschwarzen Tag erwischten, den ersten Treffer. Die HR führte da mit 7:1. „Bei uns lief einfach alles zusammen“, lobte HR-Spielertrainerin Sina Graf. Besonders die Defensive ragte heraus. Und auch im Angriff funktionierten die HR-Damen. Besonders die rechte Seite um Pia Stark und Alina Herrmann erwischte einen Sahnetag. „Die beiden haben sehr gut gespielt und ihre Chancen auch eiskalt genutzt“, freute sich Graf.

Nach dem Seitenwechsel beim Stand von 12:4, ging es für die HR darum, nicht nachzulassen. Auch wenn Iggelheim etwas stärker wurde, konnten es den „Wölfinnen“ nicht mehr gefährlich werden. Beim 24:12 betrug der Vorsprung sogar ein Dutzend Tore. Mit 8:4 Punkten liegt die HR auf Rang vier der Tabelle.

So spielten sie

Herren:
Kaiser, Griebe; Kuhn 5, Drude 5, Heinz 5/4, Yannick Boger 2, Dhom 1, Selz 1, Risser 1, Niclas Burton 1, Stoverrock, Elias Burton, Jan-Martin Wiehler, Ebel.

Damen:
Steinbach; Stark 7, Graf 7/1, Koch 3, Ecker 3, Herrmann 2, Stich 2, Setzer 1, Vogel 1, Schafar, Peter, Bornewasser. mhh

Michael Hehn, Rheinpfalz vom 23.10.2018